Mehr kabelgebundene Geräte anschließen
Ein kleiner Switch ergänzt LAN-Anschlüsse. Er vergrößert aber nicht die Bandbreite des Internetvertrags.

Wenn am Router kein LAN-Port mehr frei ist, kann ein Ethernet-Switch zusätzliche Anschlüsse bereitstellen. Ein Kabel führt vom LAN des Routers zum Switch, die weiteren Kabel zu Computer, Fernseher oder anderen Netzwerkgeräten. Für einen einfachen Haushalt ist ein geeigneter unverwalteter Switch oft ausreichend; umfangreiche Verwaltungsfunktionen sind nur sinnvoll, wenn sie tatsächlich benötigt werden.
Zählen Sie vor dem Kauf die heute benötigten Verbindungen und etwas nachvollziehbare Reserve. Der Anschluss zum Router belegt ebenfalls einen Port. Ein Modell mit fünf Buchsen bietet bei dieser Anordnung also nicht fünf zusätzliche Plätze für Endgeräte. Berücksichtigen Sie auch, ob demnächst ein Netzwerkspeicher oder ein kabelgebundener Zugangspunkt hinzukommt.
Anschlüsse und Standort zusammen wählen
Prüfen Sie die Datenrate jedes vorgesehenen Ports. Der Switch kann einen langsameren Routeranschluss oder einen alten Netzwerkadapter nicht beschleunigen. Bei mehreren gleichzeitigen Übertragungen teilen sich Verbindungen gegebenenfalls den Weg zum Router. Ein lokaler Dateitransfer und ein Download aus dem Internet belasten außerdem unterschiedliche Teile des Netzes.
PoE ist eine zusätzliche Fähigkeit und nicht bei jedem Switch vorhanden. Falls eine Kamera oder ein Zugangspunkt über das Netzwerkkabel versorgt werden soll, müssen Standard, verfügbare Leistung und Endgerät zusammenpassen. Eine gewöhnliche LAN-Buchse liefert nicht automatisch Strom. Für reine Computer- und TV-Verbindungen ist PoE häufig gar nicht nötig.
Wählen Sie einen Platz, an dem Netzteil und Kabel ohne Zug angeschlossen werden können. Das Gehäuse darf nicht von Kabelrollen oder Stoff verdeckt werden. Ein leises Gerät ohne Lüfter kann für den Schreibtisch angenehm sein; achten Sie trotzdem auf die vorgesehenen Betriebsbedingungen. Stellen Sie es nicht lose an eine Stelle, an der ein gezogener Stecker das ganze Gerät herunterreißt.
Nach dem Anschluss kontrollieren
Verbinden Sie zunächst nur Router und ein Endgerät. Prüfen Sie die aktive Verbindung und eine typische Aufgabe. Ergänzen Sie danach die übrigen Leitungen nacheinander. So fällt schneller auf, wenn ein bestimmtes Kabel oder Gerät Schwierigkeiten verursacht. Legen Sie keine zweite parallele Verbindung zum Router, sofern der Hersteller und Ihre Konfiguration dies nicht ausdrücklich vorsehen.
Beschriften Sie die Uplink-Leitung zum Router und die wichtigsten Ziele. Wenn später nur ein Gerät offline ist, lässt sich sein Kabel eindeutig verfolgen. Sind alle Geräte am Switch betroffen, beginnen Sie dagegen bei dessen Stromversorgung und der Verbindung zum Router. Diese einfache Unterscheidung macht den zusätzlichen Verteiler auch bei einer Störung überschaubar.


